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Historie

"Himmlische Mogador", Bad Ems 27. September 2014


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PRESSEECHO

"Experiment Tanzfest erfüllt Erwartungen"

Mit einem gut besuchten Tanzfest im Bad Emser Marmorsaal fand das diesjährige Lahn-Festival "Gegen den Strom" ein festlich-beschwingtes, mit Theater, Musik und Tanz erfülltes, heiteres Finale. Was von Festivalleiter Diethelm Gresch als Experiment angesehen wurde, hat ... die Besucher überzeugt und begeistert durch seinen Charme und mitreißenden Schwung. Annegret Ritzel, ehemals Intendantin des Theaters der Stadt Koblenz, ist die gesamte Festregie sowie die Verbindung von Theater und Tanz im Besonderen zu verdanken. Die Besucher als aktive Teilnehmer des Geschehens war die zündende Regieidee.
Festlich gekleidet und erwartungsvoll sitzen sie rund um die leere Saalfläche. Das Licht geht aus und auf einem erhöhten Sitz beginnt Elisabeth Céleste Mogador (1824-1909), gespielt von Juliette Khalil, ihre ebenso ungewöhnliche wie faszinierende Lebensgeschichte zu erzählen... Beim Blick auf ihre arme Kindheit ... übernahm die elfjährige Kelly Carey aus Lahnstein die Rolle der jungen Mogador mit tollen circensisch anmutenden Tänzen.
... Detlev Dorsch, ehemals Solotänzer an der Deutschen Oper Berlin, war die Rolle des Monsieur Brididi wie auf den Leib geschrieben. Seinem Vorbild gleich war er als eleganter Zeremonienmeister unermüdlich um das Tanzvergnügen der Besucher bemüht. ... Der "Mozart der Champs-Élysée" lieferte auch die schmissige Musik, zu der alle fröhlich durchs Haus marschierten. Die frische Bewegung war Auftakt zu Dorschs Einführung der Polka, und im bewährten Vor- und Nachmachen ging es ebenso mit Galopp, Quadrille, sogar mit Cancan.
Dem Publikum machte es riesig Spaß, an der Geschichte mitzuwirken. ... Zwischen Tanz und Theater machten Juliette Khalil alias Mogador und Dominik Söns aus Wien, von Viktor Gabedow am Klavier begleitet, regelrecht Furore. Mit stimmlicher Brillanz besonders in den hohen Lagen trieben sie auch die Stimmung in die Höhe. Man mochte kaum von ihnen lassen, umringte sie und tanzte zum Gesang ad libitum. Im festlichen Treiben dabei: Ralph-Günther Patocka. Der Vorsitzende der Jacques-Offenbach-Gesellschaft hatte im Zuge seiner Forschungsarbeit Annegret Ritzel die authentische Vorlage zur Geschichte der Elisabeth Céleste Mogador geliefert.
(Karl Haxel, in: Rhein-Lahn-Zeitung, 2. Oktober 2014)

"Himmlische Mogador"

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